Nacht über der Prärie

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Liselotte Welskopf-Henrich

Roman

504 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
überarbeitete und ergänzte Neuauflage
ISBN: 978-3-938305-52-2

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Artikelnummer: ISBN: 978-3-938305-52-2 Kategorie: Schlagwörter: ,

Beschreibung

Eine Reservation in South Dakota Mitte der 1960er Jahre. Die weiße Verwaltung regiert unumschränkt über die größtenteils in tiefer Armut lebenden Reservationsindianer. Viele von ihnen haben ihre Selbstachtung längst verloren und sind dem auf Indianerland verbotenen Alkohol verfallen.
Ein junger Indianer, Joe Inya-he-yukan King, der mit 16 Jahren wegen vorgeblichen Diebstahls ins Gefängnis gekommen war und anschließend Mitglied einer Gang wurde, beschließt, mit den Gangstern zu brechen, auf die Reservation zurückzukehren und dort eine Ranch aufzuziehen. Der Bruch mit den Gangs bringt ihn immer wieder in Lebensgefahr; er muss töten, um zu überleben. Sein selbstbewusstes Auftreten gegenüber den weißen Behörden und gegenüber seinen Stammesgenossen trägt ihm Hass, aber auch Achtung ein.
Eine junge, hochbegabte Künstlerin des Stammes, Queenie Tashina, wird seine Frau. Erste Erfolge als Rancher und spektakuläre Rodeosiege führen Joe King Verbündete zu in seinem Kampf gegen die erstarrten Verhältnisse. Ein hoffnungsvoller Neubeginn, der immer wieder von tödlichen Gefahren überschattet ist.

Liselotte Welskopf-Henrich

Liselotte Welskopf-Henrich (1901-1979) war Schriftstellerin und Wissenschaftlerin. In den Jahren der Naziherrschaft war sie am antifaschistischen Widerstandskampf beteiligt. Ihre Erfahrungen aus der Weimarer Republik und dem »tausendjährigen Reich« verarbeitete sie in ihren Romanen »Zwei Freunde« und »Jan und Jutta«. 1951 erschien die Urfassung ihres Indianerromans »Die Söhne der Großen Bärin«, den sie später zu einem sechsteiligen Werk erweiterte. 1966 erschien »Nacht über der Prärie«, der weltweit erste Gesellschaftsroman über Reservationsindianer im 20. Jahrhundert, der wesentlich auf in den USA und in Kanada gewonnenen Erfahrungen und Eindrücken der Autorin beruht. In den folgenden Jahren, bis zu ihrem Tod, entwickelte sie diese Thematik in vier weiteren Bänden weiter.
Darüber hinaus war sie seit 1960 Professorin für Alte Geschichte an der Berliner Humboldt-Universität und seit 1962 Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Sowohl als Wissenschaftlerin als auch als Schriftstellerin fand sie internationale Anerkennung. Die Stammesgruppe der Oglala verlieh ihr für ihre tatkräftige Unterstützung des Freiheitskampfes der nordamerikanischen Indianer den Ehren-Stammesnamen Lakota-Tashina, »Schutzdecke der Lakota«.

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